Raumbildfotografie

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Raumbildfotografie_OUTPUT-DD_2013

Als Beginn der Fotografie wird das Jahr 1826 bezeichnet, und schon im Jahre 1838 wurde erstes Stereoskop für die Betrachtung von Stereogrammen vorgestellt. Dennoch hat sich die Stereofotografie bzw. Präsentation von Bilddaten mithilfe der Raumbildwahrnehmung bislang nicht durchgesetzt. Die Ursachen dafür müssen aller Wahrscheinlichkeit nach an der Wiedergabeseite gesucht werden.

In letzten Jahren hat Stereokino bzw. StereoTV eine gewisse Popularität gewonnen. Die Betrachtung von auf Stereosignal basierenden Bilddaten (sog. Stereoview-3D) erfordert aber technische Hilfsmittel, eine Stereobrille oder einen sog. Eye-Tracker. Dies wird weitestgehend als Diskomfort empfunden und ist daher der Grund für die Suche nach weiteren Darstellungstechniken von Raumbildinformationen.

Eine Möglichkeit stellt das sog. Multiview-3D dar, indem dem Betrachter mehrere (mehr als 2) Ansichten bereitgestellt werden, im Idealfall für jeden Betrachteraufenthaltsort ein Bildpaar. Dies erfordert entweder eine immense Anzahl an Kameras während der Aufnahme, oder die „fehlenden“ Ansichten müssen alternativ aus den bereits gegebenen Stereokameraaufnahmen nachträglich gewonnen werden.

In diesem Zusammenhang ist Multiview-3D gegenwärtig methodisch beherrschbar für ausgewählte Kamerakonfigurationen (short-baseline, achsparallel) sowie „eingeschränkte“ Szenengeometrien (keine Ordering-Constraint Violations, keine ausgeprägte Verdeckungen). Schließlich stellen Aufnahmetechnik, Aufnahmedurchführung sowie Anzeigetechnik an die Mehransichtenberechnung zusätzliche Herausforderungen.

In der vorgestellten Arbeit werden diese systematisch untersucht und Lösungsansätze entwickelt mit dem Ziel, mithilfe der gegebenen Anzeigetechnik das gegebene Kamerabildpaar als Raumbild nicht nur bezogen auf die wahrgenommene Raumgeometrie subjektiv widerspruchsfrei sondern in bestmöglicher Bildqualität darzustellen.

  • Projektstand
  • Forschungsprojekt
  • Informatik

  • Eeri Kask, Dmitrij Schlesinger

  • IKI/Intelligente Systeme

  • Dr. Dmitrij Schlesinger, Prof. Siegfried Fuchs